Eheberatung oder Sexualtherapie?
Eheberatung oder Ehetherapie, Paarberatung, Paartherapie sind wohl die am häufigsten gebrauchten Begriffe, wenn es um Hilfe für unglückliche Paare geht. Gemeint ist ungefähr dasselbe: "Paar-Beratung" stellt lediglich klar, dass man nicht verheiratet sein muss; "Therapie" soll verdeutlichen, dass die Betroffenen aktiv gefordert werden und nicht bloss Ratschläge entgegen nehmen. Eheberatung, wie sie heute praktiziert wird, bedient sich immer therapeutischer Methoden, um Paare darin zu unterstützen, ihre partnerschaftliche Beziehung zu verbessern bzw. zu klären. Aber natürlich ist dies keine Therapie im Sinne einer Heilbehandlung von einer krankhaften Störung. Neben den Ehe- und Familienberatungsstellen der Kirchen, Sozialverbände und Gemeinden gibt es frei praktizierende Therapeuten und psychologische Berater.
Die Aufgabenbereiche können breit gefächert sein: Unzufriedenheit in der Beziehung, Beziehungs-Coaching, Fremdgehen, Eifersucht, Zank und Streit, Mediation, Trennungsbegleitung, Schwangerschafts- und Familienberatung, und eben auch sexuelle Unzufriedenheit und sexuelle Probleme. Eine Sexualtherapie kann in eine Eheberatung eingebettet werden.
Weniger bekannt ist, dass es speziell ausgebildete Ärzte und Therapeuten für Sexualmedizin und Sexualtherapie gibt. Dabei ist gerade diese spezielle Kompetenz gefragt, wenn für ein ratsuchendes Paar eben das sexuelle Problem ganz im Vordergrund steht. Aber auch deswegen, weil sexuelle Störungen ganz unterschiedliche Ursachen haben können: gesundheitliche, seelische, partnerschaftliche oder Gründe in der Lebensgeschichte oder in der Lebenssituation. In unserer Sexualmedizinischen Praxis berücksichtigen wir alle diese Faktoren und können unser Behandlungsangebot ganzheitlich bio-psycho-sozial auf die Erfordernisse des Paares ausrichten.

